Das Streben nach Glückseligkeit
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Prolog

Sind sie glücklich? Ich weiß genau, dass ich es nicht bin! Einmal in meinem Leben habe ich, für einen Zeitraum von wenigen Monaten, wahre Glückseligkeit erlebt!

In meiner Wahrnehmung fühlte sich Alles und Jeder lebendig, leuchtend, vibrierend, leicht an. Ich strahlte, und die Dinge und die Wesen in meinem Umfeld ebenfalls. „Gute Vibrationen“ gingen von mir aus und durch Alles und Jeden hindurch. Alles denken, fühlen und handeln war ein Wunder.

Die Auswirkungen auf mein soziales Umfeld waren subtil, die wenigsten waren sensitiv genug, um sie überhaupt wahr zu nehmen. Trotzdem, die Launen besserten sich, man wurde allgemein friedfertiger und fröhlicher.

Leider war es mir nicht möglich, den Zustand der Seligkeit zu erhalten, denn ich war allein mit meinem Glück. Jedoch nicht allein mit meinem Wirken ...

Die Strahlen, die von Allem und Jedem ausgingen, hatten alle ihre eigenen, subtilen Auswirkungen. Es gab Strahlen der Liebe, es gab Strahlen des Hasses, Strahlen der Angst, Strahlen des Ärgers und der Frustrationen. Zwar waren die destruktiven Energien schwächer als die konstruktiven – doch dafür umso zahlreicher!

Selbst die Strahlen der Liebe waren trügerisch, vermischt mit Begierden und egoistischen Ansprüchen. Und so dominierten die destruktiven Frequenzen das Feld, und zersetzten meine einsamen „guten Vibrationen“ langsam, aber unaufhaltsam, bis ich in jene trübe Daseinsform hinab glitt, der alle wesentlichen Dinge verborgen bleiben.

Aufgrund dieser Erfahrung kann ich heute mit unumstößlicher Sicherheit feststellen, unglücklich zu sein. Manche sagen auch „normal.“ Ein Gefangener niederer Frequenzen, die meine Wahrnehmung trüben und das Leben zu einer Last machen.

Doch die Gnade, die mir zuteil wurde, schenkt mir einen entscheidenden Vorteil: Das Wissen um wahre Glückseligkeit! Und eine Mission: das verlorene Glück zurück zu erlangen und allen zu schenken, die es erbitten!

Ich bin ein Reisender auf den Strömungen des Bewusstseins. Mit diesem Tagebuch dokumentiere ich meine Suche nach dem verlorenen Glück.

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© 2010 by Klaus Gehrmann.